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FAQ

Kann eine Kryotherapie zur Linderung eventuell auftretender Schmerzen eingesetzt werden?

Zur Kombination von Stoßwellen mit einer Kryotherapie wurden bisher keine klinischen Studien durchgeführt. Dr. Marc Rozenblat (CORALIS Center, Ozoir-la-Ferrière, Frankreich) gab jedoch im Jahr 2008 auf dem ATRAD-Kongress in Berlin bekannt, dass die Kombination aus Stoßwellentherapie mit der Swiss DolorClast-Methode und NCS (NeuroCryoStimulation) in ungefähr 7.000 Fällen erfolgreich war.

Gibt es klinische Belege für die Wirksamkeit des Geräts?

Ja, die Swiss DolorClast-Methode zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie klinisch belegt ist. Eine Vielzahl von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs), die die Wirksamkeit und Sicherheit der Swiss DolorClast-Methode bei unterschiedlichen Indikationen belegen, wurde bereits in der internationalen Fachliteratur veröffentlicht. Bisher wurden zur Swiss DolorClast-Methode 26 RCTs veröffentlicht. 15 davon werden in der Datenbank PEDro aufgeführt (suchen Sie nach „radial shock wave“ unter www.pedro.org.au).

Kann die Behandlung in 1 Sitzung anstelle von 3 erfolgen, indem 6.000 Stöße abgegeben werden (wie bei Geräten für eine fokussierte Therapie)?

Dies wurde noch nicht in einer klinischen Studie getestet. Im Hinblick auf fokussierte Stoßwellen ist in der Datenbank PEDro keine Studie aufgeführt, in der die Hypothese getestet wurde, dass die Anwendung von 6.000 Stößen in einer einzigen Sitzung mindestens genauso wirksam ist wie die Anwendung von 2.000 Stößen in drei Sitzungen.

Können Stoßwellen nur auf Athleten angewendet werden?

ESWT wurde sowohl für Athleten als auch für andere Personen entwickelt. Die überwiegende Mehrheit der RCTs zur Swiss DolorClast-Methode wurde an Patienten durchgeführt, die keine Athleten waren.

Bietet Rizinusöl bei ESWT-Behandlungen eine bessere Übertragung als Standardkontaktgel?

Ja, Rizinusöl eignet sich besser als Standardkontaktgel laut Maier et al., 199910, „Castor oil decreases pain during extracorporeal shock wave application“. Dennoch wird empfohlen, das zusammen mit dem Gerät bereitgestellte Standardkontaktgel zu verwenden.

Kann ich eine Stoßwellentherapie anwenden, wenn ein Metallimplantat vorhanden ist, z. B. an der Hüfte nach einer Hüftoperation?

Das Vorhandensein von Metallimplantaten oder -prothesen stellt keine Kontraindikation für die Anwendung der Stoßwellentherapie dar.
Viele unserer DolorClast Behndlungen betreffen eine Hüfte, die nach einer Operation ersetzt wurde. In diesem Fall wird die Stoßwellentherapie mit normalen Rehabilitationsübungen kombiniert, um trochantäre Hüftschmerzen oder ähnliche Probleme zu behandeln. Die Chirurgen empfehlen jedoch eine Behandlung von etwa 12 Wochen nach der Operation.

Klinische Referenzstudie: 

Extracorporeal shock wave treatment for pain following hip replacement
November 2008, Journal of Clinical Rehabilitative Tissue Engineering Research 12(48):9533-9536

https://www.researchgate.net/publication/289093922_Extracorporeal_shock_wave_treatment_for_pain_following_hip_replacement

 Welche Wirkmechanismen werden bei Stoßwellen wirksam?

Die therapeutische Wirkung von Stoßwellen auf den Bewegungsapparat (Schmerzlinderung und Heilung) basiert auf einer Vielzahl von Mechanismen auf Molekular- oder Zellebene. Kurz gesagt: Die wesentlichen kurzfristigen Auswirkungen bestehen in einem Abbau der präsynaptischen Substanz P in C-Nervenfasern (was zu einer Schmerzlinderung führt) und einer verbesserten Blutzirkulation im betroffenen Bereich (was die Grundlage für eine Heilung ist). Die wesentlichen langfristigen Auswirkungen bestehen in einer Blockade von neurogenen Entzündungen und einer verbesserten Gleitfähigkeit von Sehnen (was zu einer Schmerzlinderung führt) sowie in einer Aktivierung von mesenchymalen Stammzellen und einer neuen Knochenbildung (was beides wesentlich zu einer Heilung beiträgt).

Welche Kontraindikationen gibt es?

Behandlung über luftgefülltem Gewebe (Lunge, Bauchraum); Behandlung von bereits gerissenen Sehnen; Behandlung von Schwangeren; Behandlung von Patienten unter 18 Jahren (mit Ausnahme der Behandlung von Morbus Osgood-Schlatter); Behandlung von Patienten mit Blutgerinnungsstörungen (einschließlich lokaler Thrombosen); Behandlung von Patienten, denen orale Antikoagulanzien verabreicht wurden; Behandlung von Gewebe mit lokalen Tumoren oder lokalen Bakterien-/Virusinfektionen; Behandlung von Patienten, die mit lokalen Kortisoninjektionen behandelt wurden (innerhalb einer sechswöchigen Frist nach der letzten lokalen Kortisoninjektion).

Was bedeutet es, wenn sich der Zustand innerhalb einer Woche verbessert? Dabei kann es sich nicht um eine Heilung, sondern nur um eine Schmerzlinderung handeln ...

Es ist völlig richtig, dass eine Schmerzlinderung innerhalb von nur wenigen Tagen nicht bedeutet, dass in dieser kurzen Zeit eine Heilung erfolgt ist. Eine nachhaltige und statistisch signifikante Schmerzlinderung noch zwei Jahre nach der Behandlung einer chronischen Plantarfasziopathie mit der Swiss DolorClast-Methode11 ist jedoch ein starkes Indiz für eine Heilung. Für einen endgültigen Beweis einer Heilung wäre eine Biopsie erforderlich, was aus ethischen Gründen aber nicht möglich ist.

Ist eine Behandlung frischer Verletzungen und anderer akuter Pathologien möglich? Heilen sie dann schneller?

Dies ist im Allgemeinen möglich. Dabei müssen jedoch die folgenden Punkte beachtet werden: (i) Die Swiss DolorClast-Methode ist noch nicht für die Behandlung von frischen Verletzungen zugelassen. Die entsprechende klinische Forschung ist noch im Gange. (ii) Im Hinblick auf Sehnenverletzungen sollte darauf hingewiesen werden, dass es keine akuten Tendopathien gibt, lediglich neu diagnostizierte. Die Sicherheit und Wirksamkeit der Swiss DolorClast-Methode bei der Behandlung neu diagnostizierter Tendopathien wurde bereits in der internationalen Fachliteratur zur Plantarfasziopathie (Rompe et al., 201012), zur primären bizipitalen Tenosynovitis der langen Sehne (Liu et al., 201213) und zur lateralen oder medialen Epicondylitis (Lee et al., 201214) belegt.