
DolorClast® Radial Shock Waves
Was ist die radiale Stoßwellentherapie?
Die radiale Stoßwellentherapie (RSWT®) ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem hochenergetische akustische Wellen gezielt auf das Gewebe appliziert werden, was zu folgenden Effekten führt:
- Analgetischer Effekt – durch die Hemmung der Substanz P, die für die Verstärkung von Schmerzsignalen verantwortlich ist.
- Entzündungshemmende Wirkung – durch die Reduktion neurogener Entzündungen und die Förderung der Expression von Scleraxis.
- Aktivierung spezifischer Heilungsmechanismen – durch die Verbesserung der Angiogenese und der Durchblutung, Unterstützung der Reparatur geschädigter Fasern sowie der Heilung von Sehnen, Knorpel und Knochen. Fördert die Regeneration von Muskel-, Sehnen-, Knorpel- und Knochengewebe durch Angiogenese und zelluläre Reparatur.

Wie funktioniert die Therapie?
1997 entwickelte EMS das erste pneumatisch-ballistische System zur Erzeugung extrakorporaler radialer Stoßwellen. Basierend auf dem Newtonschen Prinzip, dass Bewegung Energie überträgt, konzipierte EMS das DolorClast®-Handstück zur optimalen Nutzung dieser physikalischen Grundlagen:
- Druckluft beschleunigt ein Projektil im Inneren des Handstücks, das mit Geschwindigkeiten von bis zu ~90 km/h auf einen festen Applikator trifft.
- Die kinetische Energie des Projektils wird in eine Stoßwelle umgewandelt, die sicher in das Gewebe eindringt und ihre Energie bis zu 4 cm tief abgibt.
Dies gewährleistet eine klinisch relevante Energie pro Impuls – ein entscheidender Faktor für den therapeutischen Erfolg. Die Stoßwellenenergie löst eine biologische Gewebereaktion aus.
Jede Stoßwelle besteht aus zwei Phasen:
- Kompression (P+): Aufbau von Druck und Scherkräften.
- Dekompression (P–): Erzeugung von Kavitationsblasen – Mikroblasen, die entstehen und kollabieren und dabei zusätzliche mechanische Kräfte sowie biologische Signalprozesse auslösen.
Warum Energie entscheidend ist: der Schlüssel zur klinischen Wirksamkeit
Eine höhere Energieleistung führt zu einer verstärkten Kavitation im Gewebe. Einfach gesagt: Je höher die abgegebene Energie, desto größer der Druck und desto höher das Ausmaß der Kavitation.
Kavitation aktiviert biologische Reaktionen, die ohne sie nicht stattfinden würden. Die Wirksamkeit der Stoßwellentherapie ist eng mit der vom Gerät erzeugten Kavitationsmenge verknüpft.
Eine hohe Energie pro Impuls ist essenziell, wie aktuelle klinische Studien zeigen. Eine Erhöhung der Impulszahl kann niedrige Energieniveaus in Bezug auf die Therapieeffizienz nicht kompensieren.
Zusammengefasst erzeugt die Abgabe ausreichend hochenergetischer Stoßwellen starke Kavitationsniveaus, die entscheidend für wirksame therapeutische Ergebnisse sind. DolorClast® ist so entwickelt, dass optimale Kavitationswerte selbst bei höheren Frequenzen erreicht werden — ein Leistungsniveau, das viele Niedrigenergiegeräte nicht erzielen.
Erzielen Sie optimale Ergebnisse mit DolorClast®
Zentrale Anwendungsgebiete
Die radialen Stoßwellen von DolorClast® decken ein breites Spektrum an Indikationen ab, darunter:
- Tendinopathien (Achillessehne, Patellarsehne, Rotatorenmanschette)
- Plantarfasziitis
- Myofasziale Schmerzsyndrome
- Spastik
- Großflächige Muskelareale und Fasziopathien
- Postoperative Rehabilitation und Sportverletzungen
Therapierahmen - Guided DolorClast® Therapy (GDT)
DolorClast®-Lösungen liefern hohe Mengen klinisch relevanter Energie. Daher konzentriert sich die GDT auf die Maximierung der Energieabgabe — stets innerhalb der sicheren Toleranzgrenzen des Patienten.
Anstelle eines standardisierten Ansatzes:
- Bewerten Behandler den Zustand des Patienten (Pathologie, Gewebetoleranz).
- Applizieren sie so viel Energie wie möglich pro Sitzung unter Nutzung der Gerätemodi (Ramp-Up, Analgesic, Burst), um die Toleranz bei Bedarf schrittweise zu steigern.
- Verwenden sie geeignete Applikatoren und Frequenzen (bis zu 25 Hz), um sowohl Behandlungskomfort als auch Effizienz sicherzustellen.
Dieser Ansatz stellt sicher, dass Patienten den vollen biologischen Nutzen hochenergetischer Stoßwellen erhalten, einschließlich der durch Kavitation ausgelösten Heilungsreaktionen.