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Wir haben von einigen Physiotherapeuten gehört, dass mehrere ihrer Patienten ein paar Stunden oder Tage nach der Behandlung über Schmerzen klagten. Die extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT) kann viele muskuloskelettale Pathologien effizient behandeln, aber sie kann für Patienten im Anschluss auch mit hämmernden und dumpfen Schmerzen einhergehen, insbesondere an empfindlichen Zonen wie der Achillessehne, dem Ellenbogen und dem Knie. Deshalb haben wir Marie-Christine Collet, Ausbildungsspezialistin der Swiss Dolorclast® Academy, befragt, um Ratschläge zur Schmerzlinderung nach der Behandlung zu erhalten. 

Können Sie in wenigen Worten die Gründe erklären, warum Patienten nach einer Stosswellen-Behandlung Schmerzen haben könnten? 

Stosswellen sind eine effiziente Methode, um die durch Tendinopathien und andere Pathologien verursachten Schmerzen zu bekämpfen. Aber sie können manchmal, auch nach der Behandlung, Beschwerden oder Schmerzen verursachen, insbesondere an empfindlichen Körperbereichen. Der Grund dafür ist, dass Stosswellen Mikrotraumata und das Platzen von Mikrogeweben (Knochen, Sehnen und Muskeln) verursachen, um den Blutfluss zu fördern und die Zellregeneration zu stimulieren. Dann können sowohl Traumata, als auch sich erholende Gewebe für die erzeugten Schmerzen verantwortlich sein. 

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Ice pack
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Castor oil

Haben Sie einen Ratschlag für Physiotherapeuten, damit sie ihren Patienten nach jeder Behandlungssitzung helfen können, die Schmerzen zu begrenzen? 

Es gibt mehrere, einfache und wirksame Methoden, die Schmerzen lindern können, ohne dass die Einnahme von Medikamenten erforderlich ist. Vor allem ist es für Physiotherapeuten wichtig, ihre Patienten zu warnen, den gerade behandelten Bereich so weit wie möglich zu schonen. Dadurch kann der Muskel vollständig ruhen und sich optimal und schneller regenerieren. Auch die Anwendung von Eis ist kurz- und mittelfristig eine sehr wirksame Methode, um die Auswirkungen der Behandlung zu reduzieren. Achten Sie darauf, zu erwähnen, dass der direkte Kontakt mit dem Bereich zu einer Kälteverbrennung führen kann. Die Verwendung eines wasserfesten Materials als Zwischenlage wird daher dringend empfohlen. Der Patient kann auch Rizinusöl oder Arnika-Pflanzenöl (vorzugsweise aus biologischem Anbau) kaufen. Das Öl soll morgens und abends auf die behandelte Sehnenpartie aufgetragen werden, um die Entzündung einzuschränken. Kleine Anmerkung: Rizinusöl hat eine sehr dicke und schmierige Textur. Es muss also nicht viel aufgetragen werden - ein paar Tropfen reichen aus. Zuletzt kann der Patient alles mit einem dicken grünen Tonerde-Umschlag kombinieren und direkt auf die schmerzhafte Zone auftragen. Dieser sollte etwa 30 Minuten lang unter einem Verband angewendet werden. Der Umschlag kann mehrmals am Tag und zu jeder Zeit aufgetragen werden. Sie können den Ton in einer fertigen Tube kaufen oder ihn selbst mit feinem Tonpulver und Wasser aufbereiten. 

Ferner ist wichtig zu wissen, dass Rizinus- oder Arnikaöl sowie die Verwendung von grüner Tonerde für schwangere Frauen kontraindiziert sind, also seien Sie bitte vorsichtig.